A1 greift Netzneutralität an

Gepostet in Allgemein am 14. November 2017 IMG_0003

Keine Bevorzugung von einzelnen Streamingdiensten

Mit dem Angebot „Free Stream“ von A1 werden eindeutig Streamingdienste wie Netflix, Spotify, Amazon Video und Apple Music gegenüber anderen bevorzugt. A1 möchte diese Anbieter zukünftig nicht mehr zum Datenvolumen dazurechnen, während Dienste wie Youtube oder die ORF-TVthek sehr wohl berücksichtig werden sollen. „Das Problem liegt nicht darin, dass es für Netflix, Spotify & Co keine Datenvolumen-Obergrenze mehr gibt, sondern dass diese Ausnahme nur für einzelne Anbieter gilt. Es soll generell keine Datenobergrenze im Internet geben”, so Josef Weidenholzer, EU-Abgeordneter und Vizepräsident der SozialdemokratInnen für Digitales.

Die Netzneutralität ist geregelt durch EU-Recht, um sicherzustellen, dass alle UserInnen denselben gleichberechtigten Zugang zu Diensten und Informationen im Netz haben. Damit sollen nicht nur unterschiedliche Datengeschwindigkeiten für dieselben Dienste verhindert werden, sondern auch eine indirekte Bevorzugung einzelner Dienste.

„Mit dem Angebot ‚Free Stream‘ werden einzelne Anbieter bevorzugt. Die Freiheit zu entscheiden, welchen Dienst man nutzen möchte, müssen die UserInnen auch weiterhin haben – und zwar ohne Beeinflussung durch Netzprovider. Deshalb ist es nur richtig, dass die staatliche Telekom-Behörde RTR heute bereits ein Verfahren eingeleitet hat“, so Weidenholzer.