Das Europäische Parlament ist auf der Seite von Frauen

Gepostet in Allgemein am 19. März 2012

In der vergangenen Plenartagung im März verabschiedete das EU-Parlament zwei wichtige Anträge zur Gleichstellung von Frauen: „Gleichstellung von Frauen und Männern in der Europäischen Union“ (2011/2244(INI))“ und „Frauen in politischen Entscheidungsprozessen – Qualität und Gleichstellung (2011/2295(INI)). Gefordert werden in den beiden angenommenen Texten unter anderem gleicher Lohn für gleiche Arbeit sowie die Einführung von Quoten um die Repräsentanz von Frauen in Firmenvorständen und Politik zu erhöhen. Derzeit sind im EU-Durchschnitt nur 12 Prozent aller Führungskräfte Frauen und drei Prozent Vorstandsvorsitzende. Das Parlament verlangt neue Gesetze, um den Frauenanteil in Firmengremien bis 2015 auf 30 Prozent und bis 2020 auf 40 Prozent zu steigern und fordert alle Parteien auf, in den Ländern auch Quoten auf den Wahllisten einzuführen (im EU-Parlament ist ein Drittel der Abgeordneten weiblich).

Das Abstimmungsverhalten (siehe Grafik) schafft ein klares Bild darüber, wie die österreichischen Abgeordneten zur Gleichstellung von Frauen stehen.

Grafik: Österreichische Gesellschaft für Europapolitik