Solidarität mit dem iranischen Rapper Shahin Najafi

Gepostet in Allgemein am 22. Oktober 2012

Im Juli dieses Jahres wurde der iranische Musiker  Shahin Najafi mit einer Fatwa, einem Mordaufruf von hohen iranischen Geistlichen, belegt. Ausschlaggebend war ein Lied, in dem Najafi einen historischen Imam bittet zurückzukehren um den Iran zu retten. Als Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu Iran hat Josef Weidenholzer einen Solidaritätsaufruf für den Musiker gestartet und dieser wird von 30 weiteren Abgeordneten des Europäischen Parlaments aus zwölf Ländern unterstützt.

Wortlaut des Solidaritätsaufrufs:


“Shahin Najafi lebt seit 2005 versteckt in Deutschland und wurde kürzlich mit zwei Fatwas belegt, nachdem er in einem Song das iranische Regime kritisierte. Die EU befürwortet ausdrücklich die Menschenrechte sowohl innerhalb als auch weltweit. Die Unterstützung für die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte zählt zu den zentralen Werten. Wir forderen alle Mitglieder der Kommission und alle Mitglieder des Europäischen Parlaments auf, all ihre Möglichkeiten für eine Aufhebung der Fatwas einzusetzen- außerdem möchten wir auf die Notwendigkeit kurzfristiger Solidaritätsaktionen hinweisen. Es kann nicht hingenommen werden, dass Menschen hier in Europa um ihr Leben fürchten müssen. Wir haben großen Respekt vor Shahins Mut, auf sein Recht um freie Meinungsäußerung sowie Religionsfreiheit zu bestehen und darum zu kämpfen.”

>> Solidaritätsaufruf zum Download (EN)

Die UnterstützerInnen:

Amelia Andersdotter, Schweden

Heinz K. Becker, Österreich

Nikos Chrysogelos, Griechenland

Tarja Cronberg, Finnland

Joseph Cuschieri, Malta

Isabelle Durant, Belgien

Ismail Ertug, Deutschland

Tanja Fajon, Slowenien

Hélène Flautre, Frankreich

Kinga Göncz, Ungarn

Sylvie Guillaume, Frankreich

Zita Gurmai, Ungarn

Karin Kadenbach, Österreich

Othmar Karas, Österreich

Jörg Leichtfried, Österreich

Eva Lichtenberger, Österreich

Barbara Lochbihler, Deutschland

Ulrike Lunacek, Österreich

Claude Moraes, Vereinigtes Königreich

María Muñiz de Urquiza, Spanien

Jens Nilsson, Schweden

Evelyn Regner, Österreich

Edward Scicluna, Malta

Birgit Sippel, Deutschland

Jutta Steinruck, Deutschland

Hannes Swoboda, Österreich

Marita Ulvskog, Schweden

Kathleen Van Brempt, Belgien

Barbara Weiler, Deutschland

Gabriele Zimmer, Deutschland