Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

Gepostet in Allgemein am 15. Mai 2013

Am 2 Mai veröffentlichte Eurofound, eine von der EU gegründete Organisation zur inhaltlichen Unterstützung in wirtschaftlichen und sozialen Fragen, eine Studie zu den NEET’s. NEET’s ist der korrekte Ausdruck für jugendliche Arbeitslose (Not in Employment, Education or Training). Josef Weidenholzer, Gertraud Jahn (Klubvorsitzende der SPÖ-OÖ) und Gisela Peutlberger-Naderer (Europasprecherin der SPÖ im OÖ-LAndtag) stellten die Studie am 13. Mai in Linz vor und warnten vor einer „verlorenen Generation“.

„Wage Penalty“ und „Discpuraged Young Workers“

Neben Analysen zur Situation der Jugendarbeitslosigkeit in Europa, 7,5 Millionen Jugendliche unter 24 Jahren und 6,5 Millionen weitere unter 29 Jahren, wurden auch neue Phänomene beschrieben, die durch die hohe Arbeitslosenquote immer größere Bedeutung bekommen. So analysiert die Studie, dass Jugendliche die einmal arbeitslos waren, im Alter von 42 Jahren deutlich weniger verdienen als Jugendliche, die immer in Beschäftigungsverhältnissen waren. Dieser „Wage Penalty“ kann bei wiederholter Arbeitslosigkeit bis zu 21% betragen – aber selbst wenn man nur einmal länger auf Jobsuche war sind die Gehaltseinbußen bis zu 13% noch immer sehr hoch. Der „Wage Penalty“ ist eigentlich kein neues Phänomen und war früher schon bei Frauen nach der Karenz zu beobachten.

„Discouraged Young Workers“ sind Jugendliche, die aufgehört haben nach einem Job zu suchen. Sie denken, dass sie aufgrund ihres geringen Bildungsniveaus, ihrer Herkunft oder wegen anderer Gründe „sowieso“ keinen Job bekommen. Sie wurden durch zu viele Absagen entmutigt – und durch die generell schlechten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Je höher die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen desto höher die Wahrscheinlichkeit, das manche Jugendliche sich vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt fühlen und keine Chancen für sich sehen. Einen besonderen EInfluss hat auch die Langzeitarbeitslosigkeit auf die „Entmutigung“ junger ArneitnehmerInnen. Besonders stark betroffen sind Jugendliche mit Migrationshintergrund, die ein 70% höheres Risiko haben, von Arbeitslosigkeit und den beschriebenen Phänomenen betroffen zu sein.

Die Studie zum download: http://www.eurofound.europa.eu/publications/htmlfiles/ef1254.htm (derzeit nur in Englisch)

Das Abstract zur Studie: EF12541DE

Die Presseunterlage zum Download: PK130513

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