Nachgefragt: Europäisches Jahr 2014

Gepostet in Allgemein am 9. Dezember 2013

Im Frühjahr nahm das Europäische Parlament eine schriftliche Erklärung an, in dem es sich für ein Europäisches Jahr 2014 unter dem Motto „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ aussprach. Die Europäische Kommission reagierte weder auf den Wunsch des Parlaments, noch auf verschiedene Nachfragen zum Thema. Diese Themenjahre werden seit 1983 organisiert. Seit dem Jahr 2002 gab es keine Lücke mehr. Vor Kurzem wurde bekannt, dass  2014 gar kein Europäisches Jahr stattfinden soll. Gemeinsam mit der SPD-Europaabgeordneten Jutta Steinruck hat Josef Weidenholzer daher eine parlamentarische Anfrage an die Kommission eingebracht.

Hier die Anfrage im Originallaut:

Die Mehrheit der Mitglieder des Europäischen Parlaments unterstützte Anfang 2013 die Written Declaration 32/2012 und sprach sich für ein Europäisches Jahr 2014, unter dem Motto „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, aus. Auf die parlamentarische Anfrage (E-008093-13) zum Thema antwortete die Kommission noch im August, Themen und Inhalte für ein mögliches Europäisches Jahr 2014 zu prüfen. Vor dem Hintergrund, dass es seit dem Jahr 2003 bei den Europäischen Jahren keine Lücke mehr gab und es sich um ein sehr erfolgreiches Projekt handelt, stellen sich folgende Fragen:

1.   Welche Themen wurden von der Kommission für das Jahr 2014 in Betracht gezogen?

2.   Wie werden die Themen, die in Betracht gezogen werden, erhoben?

3.   Wo sind die Ergebnisse der Prüfungen der Themen einzusehen?

4.   Warum hat sich die Kommission entschlossen, das Europäische Jahr 2014 nicht unter dem Motto „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ zu stellen?

5.   Warum hat sich die Kommission entschlossen, im Jahr 2014 kein Europäisches Jahr zu veranstalten?

6.   Wo und wann wurde formell entschieden, dass es kein Europäisches Jahr 2014 geben soll?

7.   Was passiert mit den finanziellen Mitteln, die für das Europäische Jahr 2014 vorgesehen waren?

8.   Wann hat die Kommission vor, ein Europäisches Jahr für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu machen, wie vom Europäischen Parlament gefordert?