Ohne Heimat sein, heißt leiden

Gepostet in Allgemein am 11. November 2015

Anfang November besuchte ich die zerstörte kurdische Stadt Kobanê an der syrisch-türkischen Grenze. Vor einem Jahr lieferten sich hier die Einheimischen einen Häuserkampf mit der Terrormiliz IS, gegen die sie sich behaupten konnten. Nun heißt es die Stadt wieder aufzubauen.

200.000 Menschen flohen damals aus ihrer Heimat. Etwa zwei Drittel von ihnen sind wieder nach Kobanê zurückgekehrt, einige Hundert leben noch in improvisierten Lagern aus Planen am Stadtrand der türkischen Grenzstadt Suruç. Die meisten Flüchtlinge, mit denen ich während meines Besuchs gesprochen habe, wollen in ihre Heimat zurückkehren.

Einmal mehr zeigt diese Reise, dass es dringend notwendig ist sowohl in der Flüchtlingsbetreuung als auch beim Wiederaufbau humanitäre Hilfe vor Ort zu leisten. Hinter dem Aufbau steht ein unglaublicher Wille und Glaube an eine bessere Zukunft. Dieser Wille zum Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen ist ein positives Zeichen. Denn nur hier in Syrien kann die Flüchtlingskrise gelöst werden. (Joes gesamter Bericht aus Kobanê geht auf spooe.at weiter!)

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